Gesamtsicherung und Dokumentenexport unterscheiden
Eine Gesamtsicherung dient dazu, den aktuellen Arbeitsstand von DiPAgE möglichst vollständig zu sichern. Dazu können neben fertigen Pflanzenschutzmitteldokumentationen auch Teildaten und weitere Arbeitsinformationen gehören. Der Export einzelner Protokolle dient dagegen vor allem dazu, konkrete Pflanzenschutzmitteldokumentationen dauerhaft abzulegen, weiterzugeben oder auf einem anderen Gerät wieder zu importieren.
Für die laufende Archivierung fertiger Dokumentationen ist der Protokollexport besonders geeignet. Eine Gesamtsicherung ist zusätzlich sinnvoll, wenn der komplette Arbeitszustand der Anwendung erhalten oder übertragen werden soll.
Eine Gesamtsicherung erstellen
Im Bereich „Profil“ bzw. „Datenverwaltung“ kann eine vollständige Sicherung des aktuellen DiPAgE-Arbeitsstandes heruntergeladen werden. Diese Sicherungsdatei sollte an einem verlässlichen Ort abgelegt werden, beispielsweise in der betrieblichen Dateiablage, auf einem externen Datenträger oder in einem vom Betrieb freigegebenen Cloud-Speicher.
Eine Sicherungsdatei ist besonders dann wertvoll, wenn ein Gerät ersetzt werden muss oder wenn der lokale Browserzustand verloren geht. Sie ergänzt den Export fertiger Protokolle, ersetzt jedoch nicht zwingend eine geordnete Archivierung der einzelnen Pflanzenschutzmitteldokumentationen.
Eine Gesamtsicherung wieder einspielen
Eine Gesamtsicherung kann in DiPAgE wieder eingespielt werden, um einen früheren Arbeitsstand wiederherzustellen oder einen vollständigen Arbeitsstand auf ein anderes Gerät zu übertragen. Dabei ist zu beachten, dass die Wiederherstellung einer Gesamtsicherung den vorhandenen Arbeitsstand auf dem Zielgerät ersetzt.
Vor dem Einspielen einer Sicherung auf einem bereits genutzten Gerät sollte deshalb zunächst der dortige aktuelle Arbeitsstand ebenfalls gesichert werden. So kann im Zweifelsfall zu diesem Stand zurückgekehrt werden.
Einzelne Pflanzenschutzmitteldokumentationen importieren
Im Bereich „Protokolle“ können exportierte Pflanzenschutzmitteldokumentationen wieder eingelesen werden. Unterstützt werden die von DiPAgE vorgesehenen maschinenlesbaren Dateiformate, insbesondere JSON, XML und CSV; auch gebündelte Dateien können je nach Exportform importiert werden.
Der Import eignet sich beispielsweise für die Übertragung zwischen zwei Geräten, für die Übernahme von Dokumentationen aus einer gemeinsamen Dateiablage oder für die Prüfung von Datensätzen, die von einer anderen Person bereitgestellt wurden.
Unvollständige Datensätze beim Import
Wenn ein importierter Datensatz nicht alle erforderlichen Angaben enthält, kann DiPAgE auf die fehlenden Informationen hinweisen. Solche Datensätze können zur weiteren Bearbeitung übernommen und als unvollständig kenntlich gemacht werden. Vor einem rechtskonformen Export müssen die fehlenden Pflichtangaben ergänzt werden.
Damit kann DiPAgE auch als Prüf- und Nachbearbeitungsumgebung für Daten dienen, die nicht vollständig in der Anwendung selbst erzeugt wurden.
Was passiert bei Konflikten?
Trifft beim Import ein Datensatz auf einen bereits vorhandenen Datensatz mit derselben Identität, dessen Inhalt aber abweicht, zeigt DiPAgE ein Konfliktlösungsfenster. Dort werden die lokale und die importierte Version gegenübergestellt. Abweichende Eigenschaften werden hervorgehoben, sodass nachvollzogen werden kann, wo sich die beiden Versionen unterscheiden.
Anschließend kann entschieden werden, welche Version übernommen werden soll. Dadurch wird vermieden, dass eine abweichende Datei unbemerkt einen bestehenden Datensatz überschreibt. Bei größeren Importen sollten Konflikte bewusst geprüft und erst danach gespeichert werden.